Koh Phi Phi – Abschied vom Alleinreisen

Nach 2-stündiger Fahrt vom Phuket Rassada Pier komme ich auf der Hauptinsel Koh Phi Phi Don an. Ursprünglich war die landschaftlich wunderschöne grüne Insel mit den markanten Felsformationen ein Ziel für Backpacker und Aussteiger. Bei der Tsunami-Katastrophe 2004 wurden große Teile der Insel zerstört und es gab zahlreiche Todesopfer. Heute besuchen viele Touristen die Insel entweder tageweise oder für ein paar Nächte, zum Tauchen und Schnorcheln, Relaxen an den Stränden oder Feiern in der bekannten Partyzone.

One-Day-Schnorcheltrip zu tollen Stränden zB Monkey-Beach, kleineren Inseln und

bizarren Felsen und Höhlen

 

Hier findet man sie noch – die einsamen Buchten und Strände für sich allein …

 

Meine Zeit als Alleinreisende ist nun zu Ende – letztes Wochenende habe ich meine Tochter Conny und meinen Sohn Thomas vom Flughafen in Krabi abgeholt und wir werden die nächsten 2 Wochen gemeinsam verbringen.

Erstes Resümee Alleinreisen:

  • hat echt Charme
  • ist große Freiheit und anders, als man zuvor denkt
  • erweitert den Horizont und bringt viele Erfahrungen und Lösungskompetenz
  • erlaubte mir, mich auf mich selbst und meine Wünsche und Bedürfnisse einzulassen – ziemlich spannend
  • ich habe viel gelernt und die meisten meiner zuvor gesteckten Ziele erreicht (einige waren mit der Zeit nicht mehr wichtig)
  • ich war niemals einsam und nur genau soviel allein, wie ich selbst wollte
  • es gab intensive und tolle Begegnungen mit Land und Leuten und anderen Reisenden und deren Schicksalen

Bis bald    Irene

 

 

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relaxing Thailand

Ich bin seit voriger Woche in Thailand erst einmal auf der Halbinsel Phuket. Gemütliche Strandtage am wunderschönen Surin-Beach – breiter Sandstrand, klares, türkisfarbenes Wasser …

… gutes, frisch zubereitetes Essen und Picknick am Strand auf meinem neu erstandenen, sehr gemütlichen Air-Bed …

… lange Strandwanderungen über teilweise recht steile Klippen und schöne einsame Buchten zum wunderschönen LamSing Beach, der nur zu Fuß oder per Boot erreichbar ist …

… stimmungsvolle Sonnenuntergänge …

… Motorroller-Ausflüge, Erlebnis öffentlicher Bus – es gibt keine Haltestellen, man stoppt den Bus per Handzeichen vom Straßenrand und sitzt auf der offenen Ladefläche auf Holzbänken, Phuket-Town mit Altstadt …

… botanischer Garten ..

 

Heute geht´s weiter mit der Fähre auf die Insel Ko Phi Phi für 2 Tage, bis dann Irene

traumhaftes Singapur

Nachdem ich zu Beginn  ein bisserl „Startschwierigkeiten“ hatte, bin ich nun völlig „hin und weg“ von dieser tollen Stadt mit der modernen Skyline

Multikulti im jungen Stadtstaat funktioniert ziemlich gut:  es gibt ein enges Miteinander von ethnischen Volksgruppen (ca. 70 % Chinesen, 15 % Malaien, 10%  Inder und 5 % sonstige) und den verschiedenen Religionen (35 % Buddhisten, 20 % Christen, 15 % Muslime, 20 % ohne Religionsbekenntnis, 10 % Hindu und andere). Alle Menschen unabhängig von ethnischer und religiöser Herkunft gelten als  gleichberechtigt (und darauf ist man mit Recht sehr stolz)

Religiöse und ethnische Feste werden von allen gemeinsam gefeiert, deshalb gibt es richtig viele und ich durfte auch einige miterleben:

Das indische Erntedankfest Pongal  mit vielen Veranstaltungen in Little India – der 1. Tag ist den Familien gewidmet, der 2. Tag den Kühen (mit Prozession), der 3. Tag den Alleinstehenden mit Gebeten für eine Partnerschaft im folgenden Jahr und der 4. Tag den Kindern, Reis wird mit Milch gekocht und das Überkochen der Milch symbolisiert die Fülle, …

Das sehr populäre chinesische Neujahrsfest im Februar wirft schon seine Schatten voraus, viele begeben sich nach Chinatown, um sich mit Geschenken und Glücksbringern einzudecken

Beim hinduistischen Fest Thaipusam geht es um Selbstbeherrschung und Askese. Die Teilnehmer tragen schweren Prozessions-Schmuck mit Stäben direkt in die Haut gespießt ca. 4 Kilometer weit.

Deshalb ist in Singapur ständig was los, es gibt viele Theateraufführungen, Festivals und Konzerte – ich habe ein Ticket für das 40-Jahr-Jubiläumskonzert des Singapore-Symphony-Orchestra in der Esplanade-Concert-Hall ergattert, war toll!

Meine persönlichen Singpur-Splitter: botanischer Garten mit Healing Garden und sensationellem Orchideengarten …

… und Asian Civilisation Museum mit dem Schatz aus einem Schiffswrack aus dem 9. Jahrhundert, das moderne interaktive Nationalmuseum mit u. a.  vielen interessanten Informationen über den 2. Weltkrieg aus asiatischer Sicht,  Nightsafari – der etwas andere Zoobesuch nachts, die Nationalgalerie mit tollen Gemälden, Gardens by the Bay mit Supertrees und abendlicher Light- und Music-Show, …

… und die vielen teilweise 20 bis 24 Stunden geöffneten Malls und riesigen unterirdischen Einkaufspassagen, beeindruckend das Luxus-Einkaufszentrum Marina Bay Sands mit unterirdischem Fluss,  Booten und Wasserfall …

… und das tolle Essen – einerseits supergünstig in den Hawker-Centers und andererseits in hochdekorierten teuren Lokalen …

Man kann unschwer erkennen – ich liebe diese Stadt und werde bestimmt wieder hierher zurück kommen!

Goodbye Singapore und bis bald aus Thailand     Irene

 

 

 

Kulturschock Singapur

Die top organisierte, blitzsaubere Großstadt Singapur mit all den Wolkenkratzern ist nach dem vergleichsweise beschaulichen Bali anfangs ziemlich herausfordernd für mich

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Es gibt hier trotz so vieler Menschen auf einem Fleck kaum Verkehrsstaus, das hat mehrere Gründe: das dichte und günstige öffentliche Verkehrsnetz; eine restriktive Politik bei der Kfz-Zulassung – jedes Monat werden nur so viele Autos zugelassen, wie im vergangenen Monat abgemeldet wurden; wer keine Zulassungserlaubnis hat (kann bis zu 40.000 EUR für 10 Jahre kosten), darf auch kein Auto kaufen; 100 % Importzoll auf PKWs; elektronisches  flexibles Road Pricing – zu bestimmen Zeiten und bei erhöhtem Verkehrsaufkommen bzw. Stau wird die Maut automatisch teurer

Sehr reizvoll die meist gelungene Kombination aus moderner Architektur und alten Stadtvierteln, eine gelungene Denkmalschutz-Politik

In Singapur spielt gutes Essen eine große Rolle, am besten, man stellt sich bei einer der längsten Schlagen an, dann kann man sicher sein, echt gutes Essen zu bekommen. Es gibt sog. Hawker-Center, das sind Straßenmärkte (überdacht oder offen) mit vielen Ständen, die alle die Gerichte frisch zubereiten (müssen, das wird von der staatlichen Hygienebehörde kontrolliert).  Bilder unten im Hawker-Center Makansutra Gluttons Bay am Flußufer des Singapore-River – DimSum mit rohem Fisch, Carot-Cake (ohne Karotten), gegrillter Stachelrochen, Dessert mit roten Bohnen und Eis

Übrigens: um einen Tisch zu reservieren, legt man einfach eine Packung Taschentücher oder einen Schirm auf einen freien Tisch – funktioniert perfekt (auch wenn es einige Zeit dauert, um sein Essen zusammenzutragen)

Die typische Singapur-Chili-Crab sucht man sich zuerst (noch lebend) aus, dann wird sie  frisch zubereitet – soooo gut

Liebe Grüße aus dem kulinarischen Paradies    Irene

 

 

Meine letzten Tage in Bali und Abschied

Der Norden von Bali ist weniger touristisch, abseits der schwarzen Strände sind die Berge ziemlich hoch. Ich habe zuerst ein paar Tage in den Bergen bei Lovina verbracht: morgens Yoga am grandiosen Infinity-Pool mit tollem Ausblick, Spaziergänge am km-langen (fast menschenleeren) schwarzen Sandstrand, heiße Quellen, alter Hafen von Singaraja aus der niederländischen Kolonialzeit, Pura Beji – Tempel aus dem 15. Jahrhundert, Air Sanih – Süßwasserquellen direkt neben dem Meer:

Nächster Stop im Norden – das Fischerdorf Desa Les bei Tejakula. Hier gibt es kaum Touristen, man kann das richtige Dorfleben miterleben.  Die Dorfbewohner leben von Landwirtschaft, Fischfang und Meersalzproduktion. Nur wenige sprechen Englisch, aber mit Händen und Füßen und viel Lächeln  klappt die Verständigung sehr gut. Mein kleiner Bungalow liegt direkt am schwarzen Stein-Fels-Strand,  das wunderschöne Korallenriff ist nur ein paar Meter entfernt. Ich gehe oft schnorcheln – tolle Fischschwärme in allen möglichen Farben: Zebrafische, Diskusfische, bunte Barsche, türkis leuchtende Neonfische und noch viele andere, die ich nicht nennen kann, einen kleinen (20 – 30 cm), sehr neugierigen Hai habe ich auch gesehen.

Kochkurs mit meiner Gastgeberin Made, zuerst waren wir gemeinsam am Markt einkaufen, dann wurde gekocht:

grüner Papayasalat, Mais-Gemüselaibchen, Erdnuss-Sauce, Thunfisch im Bananenblatt gedünstet mit grünem Gemüsecurry und Reis, als Nachspeise eine Art grüne Pancakes mit Kokosfülle – ich bin die einzige Kochschülerin, das tolle Essen reicht für  mittags und abends:

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Danach habe ich eine Nacht am Batur-Krater-See verbracht – mein absolutes Bali-Highlight war die Batur-Vulkanbesteigung: es ging los um 04:00 Uhr früh, nach dem sehr anstrengenden, felsigen und extrem steilen Aufstieg haben mein Guide und ich den Gipfel (1.717 m) rechtzeitig vor Sonnenaufgang erreicht:

Aus mehreren Kratern tritt Wasserdampf aus, bei der Kraterumrundung begegnen uns Affen, dann Abstieg retour ins Black Lava Hostel und zur Entspannung ein Bad in der heißen Quelle.

Nach einer Bootstour über den riesigen Kratersee …

… reise ich weiter schon Richtung Flughafen in den Süden ans Meer – festlich gekleidete Einheimische feiern die Abendstimmung am Meerestempel Tanah Loth:

Meine letzten beiden Nächte auf Bali verbringe ich am breiten gelben Sandstrand von Legian und nehme schweren Herzens Abschied von der schönen Insel, den so freundlichen Menschen, dem tollen Essen, den Millionen Rupiah (100.000 IDR = ca. 6,60 EURO) ..

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Bis bald aus Singapur    Irene

 

 

Jahreswechsel im Ashram

Von 28. Dezember bis 1. Jänner bin ich im Gedong Gandhi Ashram in Candidasa. Hier bewohne ich einen kleinen einfachen Bungalow ein paar Stufen über dem Meer für mich alleine. Die Terrasse mit Hängematte (!!) ist wunderschön, auf der einen Seite sieht man den großen Seerosen- und Lotusblütenteich, auf der anderen Seite den kleinen Strand und das Meer – ich fühle ich einfach wohl hier.

Der Ashram ist eine Oase der Ruhe (ohne WLAN), 3 vegetarische Mahlzeiten werden  gemeinsam (auf dem Boden sitzend oder kniend) eingenommen, vor dem Essen singen alle gemeinsam das Morgen-, Mittags- oder Abend-Gebet (die Gäste bekommen die Texte ausgehändigt).

Der Tagesablauf im Ashram ist sehr strikt: es beginnt schon um 05:30 mit dem Sonnenaufgangs-Gebet Sunrise Agnihotra mit Feuersegnung, 08:30 Frühstück, 11:30 Mittagsgebet,  12:30 Mittagessen, 17:30 Sunset Agnihotra mit Feuersegnung, 18:30 Abendessen und 19:30 Abendgebet. In der Früh und am Nachmittag bekommt jeder Gast eine große Thermoskanne mit heißem Wasser für Tee oder Kaffee, fast jeden Nachmittag gibt´s Yoga mit Meerblick

Ich verbringe eine geruhsame Zeit, höre das Rauschen der Wellen (oft ganz schön laut) und genieße meine Auszeit.

Sylvester verbringe ich mit der Besitzerfamilie und den Mitarbeitern des Ashram. Es ist festlich dekoriert und als Festessen wird eine indonesische Reistafel zubereitet. Es wird gemeinsam musiziert, gesungen und getanzt und rundherum sieht und hört man Feuerwerke, so wie bei uns in Österreich.

Wunderschöner Sonnenaufgang am 1. Jänner 2019 um ca. 06:00 Uhr: ich bin eurer Zeit voraus – in Österreich ist es erst 23:00 Uhr im alten Jahr:

Schweren Herzens nehme ich nun Abschied vom liebgewonnenen Ashram. Der Mann einer Mitarbeiterin wird mich an die Nordküste Balis nach Lovina bringen. Und damit ich nicht so einsam auf der langen Fahrt bin, dürfen Sri und Wayan vom Ashram mitkommen, für die beiden ist das ein willkommener Ausflug. Auf unserer ca. 3-stündigen Fahrt haben wir viel Spaß und sehen wir wunderschöne Landschaften, Reisterrassen, hohe Berge und schöne Tempel:

Ich wünsche allen ein schönes und gutes Neues Jahr 2019, passt gut auf euch auf und lasst es euch gut gehen.

Bis dann   Irene

Fasten an der Ostküste von Bali

Nun bin ich in Candi Dasa direkt im Osten von Bali im Hotel Relax Beach Resort. Das ist ein kleines, sehr familiäres Bungalow Hotel (ich glaube 12 Zimmer) mit so unwahrscheinlich freundlichem Personal direkt an einem kleinen Strand. Ich bin hier an meinem 3. Fastentag angekommen und werde sehr liebevoll umsorgt (mindestens 3 mal am Tag heißes Wasser für meinen Kräutertee, viel Interesse und schöne Gespräche). Die Fastenverpflegung ist sehr einfach und gut zu verwirklichen – einmal am Tag frisch zubereiteter Wassermelonensaft (alles andere Obst ist einfach viel zu süß) und abends statt der Fastensuppe das Wasser aus der frischen Kokosnuss, immer sehr schön serviert:

Fastenbrechen am schönen Frühstückstisch über dem Meer mit frischen Früchten  – einige kannte ich zuvor noch nicht, am grünen Teller von links oben im Uhrzeigersinn:  Schlangenfrucht mit schuppiger Haut, balinesische Kiwi unbehaart mit braunem Fruchtfleisch und großen Kernen, Mangosteen (nur die weißen Kerne werden gegessen) und Jackfruit – sooo gut

Ich höre bis in meinen Bungalow das Meer rauschen, von den Frühstückstischen hat man einen tollen Ausblick über viele kleine Buchten und auf die Insel Penida und zur Abwechslung mal fast keine Moskitos …


Tagesausflug in die Umgebung hier:

Dorf Tenganan – eine Art Enklave der ursprünglichen Bali-Aga-Bevölkerung, berühmt für Webarbeiten. Das auf spezielle Art doppelt Gewebte hilft gegen alles Böse (kann man als Tourist meist gar nicht erwerben)

Der heilige Berg und größte Vulkan Gunung Agung (über 3000 m hoch) war fast wolkenlos zu bewundern – das ist selten in der Regenzeit. Er kann seit dem letzten Ausbruch 2017 nicht bestiegen werden

Die Wasserpaläste Tirtagangga (Bild links), hier kann man „übers Wasser gehen“ und in 2 Becken auch baden, und Taman Ujung (Bild rechts) in einer riesigen wunderschönen Gartenanlage, der eigentliche märchenhafte Palast erstreckt sich über 2 Seen:

Imbissstand: im Mörser werden aus Chili, verschiedenen Saaten und Nüssen und im Bananenblatt gedünstetem Reis einige Gerichte frisch zubereitet – ist scharf auch ohne Chili!

Markt von Amlapura, hier decken sich die Einheimischen für ihren täglichen Bedarf ein und White Sand Beach, wunderschöne weiße Sandbucht mit großen Wellen

Derzeit bin ich im Gedong Gandhi Ashram in Candi Dasa und genieße eine Auszeit, mehr davon demnächst …

Irene